Landes-Jugend-Einzelmeisterschaften 2026

Vom 28. März bis 3. April fanden in Rotenburg (Wümme) die Landes-Jugend-Einzelmeisterschaften statt. Als Qualifizierter in der U14 war Felix dabei, außerdem spielte Enna im U25 Open mit. Während klar war, dass Felix als Vorletzter in der sehr starken Setzliste um jeden Punkt hart kämpfen muss, startete Enna noch knapp in der oberen Hälfte des Teilnehmerfeldes. Neben den beiden war noch Dirk als Trainer dabei und Marius als Schiedsrichter der U10 und U12. Gespielt wurden jeweils 9 Runden.

Hier geht es zu den Ergebnissen auf d4-d5.net, zu den Partien auf Lichess und zu den täglichen Berichten der Niedersächsischen Schachjugend. Zum Turnier gab es eine Live-Kommentierung auf dem Twitch-Kanal des NSV.

Felix (U14)

Felix musste die ersten drei Runden direkt gegen deutlich stärkere Gegner ran und startete somit leider mit 0 aus 3 Punkten. In Runde 2 hätte im Endspiel mit Türmen und ungleichfarbigen Läufern allerdings auch ein halber Punkt drin sein können.

In Runde 4 folgte der erste Punkt, der jedoch gegen die Setzlistenletzte nominell auch keine Überraschung war. In Runde 5 wurde Felix das erste Mal gegen jemanden gelost, der eine ähnliche DWZ besaß. Ein ausgeglichenes Duell ergab sich aber leider nicht, da Felix im 9. Zug eine Figur einstellte. Die nächsten beiden Runden gegen 200-DWZ stärkere Gegner waren ebenfalls Spiele auf ein Tor, bei denen Felix schon in der Eröffnung stark in Nachteil geriet. Damit stand nach 7 Runden weiterhin nur ein Punkt auf dem Konto.

Doch nun fand Felix noch ins Turnier! In Runde 8 hielt er gegen einen 400 Punkte höher bewerteten Gegner über lange Zeit auch in schwieriger Stellung gut dagegen. Sein Gegner geriet arg in Zeitnot und stellte dann im 39. Zug zweizügig einen Springer im Endspiel ein. Die Partie war direkt um und Felix strich den zweiten Punkt ein.

In der letzten Runde spielte Felix dann nochmal eine nahezu perfekte Partie. Besonders hervorzuheben ist hier die Behandlung der Eröffnung, besser geht es kaum.

Mit insgesamt 3 Punkten aus 9 Partien ist das Turnier trotz des schwierigen Starts doch noch zu einem gelungenen Abschluss für Felix gekommen. Am Ende landete er mit dem Ergebnis auf dem 20. Platz. Seine DWZ steigt um 37 Punkte und er bekommt eine erste Elo.

Enna (U25-Open)

Die ersten drei Runden von Enna sind ebenfalls schnell erzählt. Runde 1 und 3 gewann sie gegen klar schwächere Gegner, während sie in Runde 2 gegen einen etwas höher bewerteten Gegner verlor. Runde 4 gegen einen nominell ähnlich starken Gegner bot viel Spannung. Leider schätzte Enna in Zug 19 und 20 den Tausch ihrer Dame gegen zwei Türme nicht als Vorteilhaft ein, doch das hätte zu einer gewonnenen Stellung geführt.

Runde 6 gewann Enna kampflos und konnte daher am Tag mit Doppelrunde ausschlafen.

In Runde 7 kam Enna besser aus der Eröffnung, doch machte leider bei entgegengesetzten Rochaden einige langsame Züge, anstatt selber anzugreifen. Später stellte sie taktisch eine Qualität ein und verlor die Partie. Die vorletzte Runde war gegen einen nominell schwächeren Gegner dann Ennas stärkste Partie. Ihr sizilianischer Drachen-Läufer dominierte von g7 aus das Brett und sorgte schlussendlich für einen entscheidenden Einsteller ihres Gegners. In der letzten Runde folgte dann nochmal eine Verlustpartie.

Insgesamt war die Turnierleistung von Enna mit 3½ aus 8 gespielten Partien eher mäßig, sie landete auf Platz 14 von 28 und wird wohl etwas DWZ verlieren.

Rahmenprogramm

Neben dem Hauptturnieren gibt es bei der LJEM immer ein großes Angebot an Rahmenprogramm. Enna wurde beim Tandem 24. von 33 und gewann mit dem Mädchenteam die „Olympiade der Bezirke“.

Bei der Niedersächsischen Frauenblitzmeisterschaft, die während der LJEM ausgetragen wurde, erreichte Enna Platz 10 von 20 mit 4 von 7 Punkten.

Am 1. April veröffentlichte die NSJ ihr neues Logo (Pressemitteilung). Das Niedersachsen-Ross wird zukünftig ersetzt durch einen Otter. Diese Veränderung wurde vor Ort umgehend umgesetzt. 😉

Marius konnte als Schiedsrichter mit dem NSJ-Team beim Teamschach-Battle mitmachen, doch war in seinem 4er-Team leider keine große Hilfe bei Räuberschach und Co. Sein Team belegte dennoch Platz 4.

Das verrückte Teamschachbattle: Marius überlegt an Brett 2, wo er seinen König einsetzen soll… (📷 Philipp Kyas)

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