Endlich! Erste Mannschaft holt im vierten Saisonspiel den ersten Sieg

Nach drei Spieltagen mit zwei Unentschieden und einer Niederlage konnte unsere erste Mannschaft am letzten Samstag im Heimspiel gegen den SV Bad Essen endlich den ersten Sieg eintüten. Das wurde auch Zeit, denn nach Liga-Statistik sind wir nominell die Mannschaft mit dem höchsten DWZ-Schnitt in der Bezirksliga. Durch den Sieg klettern wir nun immerhin auf Platz 5 und sind in dieser engen Liga, in der fast jeder jeden schlagen kann, noch nicht abgeschrieben.

Los ging es dabei gar nicht gut. An Brett 6 ereilte Stephan schon nach knapp einer Stunde Spielzeit die erste Verlustpartie des Tages – doch es sollte tatsächlich auch die einzige für uns bleiben. 0:1

Ersatzmann Reinhard N. an Brett 8 spielte souverän gegen einen schwach aufspielenden Gegner, der schon ab Zug 5 einer klar schlechteren Stellung hinterherlief. Schlussendlich verlief er sich mit seinem Springer im Mittelspiel am Brettrand, wo er eingesperrt wurde und verloren ging. Springer am Rand bringt Kummer und Schand: 1:1 Ausgleich.

An Brett 2 dauerte die Partie nur 16 Züge, da Marius Gegner mit 13…Da5+?? wohl Gespenster gesehen hat. Zum Glück für uns, denn Marius Zeitmanagement war mal wieder unterirdisch und er hatte zum Schluss nur noch 27 Minuten auf der Uhr. Für eine ausgeglichene Stellung wäre das nach 16 Zügen zu wenig! 2:1

Reinhard F. konnte ziemlich klassisch mit den aktiveren Türmen über die 2. Reihe seines Gegners in die Stellung eindringen, was auch wie im Lehrbuch direkt gewann. 3:1

An Brett 7 holte Dirk ein ungefährdetes Remis, was für ihn mit 400 DWZ mehr etwas wenig ist, aber für die Mannschaft nicht verkehrt, da alle verbleibenden Bretter sehr gut aussahen. 3½ : 1½.

Mykyta holte dann für uns den Mannschaftssieg in einem Damenendspiel mit zwei Mehrbauern nach Hause. Er erkannte wohl früher als sein Gegner, wie gefährlich im Endspiel entfernte Freibauern sind und wickelte die Partie sehr souverän ab. 4½ : 1½.

Felix ließ sich nach langem Herumgeschiebe an Brett 1 in einem positionell besseren Endspiel ungewohnterweise noch die Butter vom Brot nehmen und fand die Gewinnidee nicht, die einem die Engine bei der Analyse gnadenlos präsentiert (klassisches „eigentlich ist das ja ganz einfach…“). Nunja, vielleicht ist das Remis hier fair. Immerhin hatte Felix in der letzten Saison gegen den gleichen Gegner ein total remises Läuferendspiel wegen einem einzügigen Läufereinsteller glücklich gewonnen. 5:2

Tim kämpfte ein Turmendspiel an Brett 4 noch bis zum Schluss aus, da er der nominell stärkere Spieler war und zuvor klar besser stand. Doch am Ende konnte er sich nur ein Remis sichern, da er in dieser Stellung seine einzige Chance im Turmendspiel vergab. Was ist hier der einzige Gewinnzug für Weiß? Zur Lösung gehts hier.

Durch das Remis von Tim endete der Mannschaftskampf deutlich 5½ zu 2½.

Weiter gehts dann erst im nächsten Jahr, am 10. Januar 2026 gegen die starke Mannschaft von SV Hellern 3.