Letzten Samstag konnte unsere erste Mannschaft gegen den letztjährigen Absteiger aus der Verbandsliga, den SV Bad Essen, trotz eines kampflos abgegebenen achten Brettes, knapp mit 4½ zu 3½ gewinnen.


Das Brett, an dem sich zuerst eine eindeutige Tendenz ergab, war Reinhard an Brett 5. Nach einer bisher Durchwachsenen Saison konnte er einen Bauern gewinnen und einen Läufer als Vorposten so in der gegnerischen Stellung platzieren, dass die Rochade für den Gegner nicht mehr möglich war. Daraus gab es kein entkommen für seinen Gegner und er verwertete die Partie gekonnt. Leider stellte Hajo in etwa zeitgleich seine ausgeglichene Stellung an Brett 4 einzügig ein, wodurch wir erneut einen Punkt im Hintertreffen waren.
Brett 1 gewann Felix mit einer Portion Glück. Er stand zwar lange minimal besser, aber ob das zum gewinnen gereicht hätte, war durchaus unklar…. bis sein Gegner im Läuferendspiel einzügig den Läufer einstellte! Kampfgeist lohnt sich, denn Felix hatte zuvor ein Remisgebot abgelehnt. Anders machte Tim es an Brett 3, er nahm in einer total zugeschobenen Stellung – ohne, dass eine Figur geschlagen worden war – im 23. Zug das zweite Remisangebot seines Gegners an.
Spannend machte Dirk es, nachdem sein Gegner in der Russischen Eröffnung zu dem seltenen Cochrane Gambit griff, welches objektiv allerdings wirklich nicht gut ist:
Die Fortsetzung spielten beide nicht optimal. Dirks Gegner kam trotz der Minusfigur zu Ausgleich, doch das Mehrmaterial hielt sich bis zum Endspiel:
In der Endstellung kann der Springer alle weißen Bauern einsammeln.
Kurz danach verlor Mykyta das Duell der Youngstars an Brett 7, nachdem er lange unter starkem Druck stand. Sein Gegner wickelte klug in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Diese Partie war die überraschendste, da Mykyta eigentlich mit fast 400 DWZ mehr ins Rennen ging.
An Brett 2 spielte Marius stark und lehnte auch zwei Remisgebote ab, aber konnte in sehr aktiver Stellung den Sack nicht zu machen. Zum Schluss war es die letzte Partie, welche beim Stand von 3½ zu 3½ noch lief. Das Endspiel was für Marius Gegner vermutlich haltbar, aber fand dann ein plötzliches Ende zu unseren Gunsten. Wie gewinnt man hier in der Diagrammstellung? Schwarz ist am Zug.
Nach Kh1 kann Weiß sich theoretisch halten, aber es wäre wohl noch einige Zeit gespielt worden. Mit einem Bauern mehr wird man alles versuchen, um in Zeitnot noch einen Weißen Fehler zu provozieren.
Durch diesen wichtigen Sieg klettern wir nun in der Tabelle der Bezirksliga Osnabrück/Emsland auf Platz 2, allerdings Punktgleich mit Hellern und Nordhorn-Blanke.
Mannschaft | MP | BP | |
---|---|---|---|
1. | SV Osnabrück v. 1919 2 | 13 | 35½ |
2. | SK Meppen | 9 | 33 |
3. | SV Hellern 3 | 9 | 32½ |
4. | SK Nordhorn-Blanke 4 | 9 | 30½ |
5. | TSV Riemsloh | 7 | 28 |
6. | SV Bad Essen | 6 | 29 |
7. | SG Osnabrück 2 | 5 | 28½ |
8. | Veldhausen/Uel. | 5 | 24½ |
9. | Rochade Hollage | 5 | 20½ |
10. | SV Lingen 2 | 2 | 18 |