An der Landes-Mannschaftsmeisterschaft der U10 nahmen insgesamt 10 Teams teil. Gespielt wurden an den beiden Turniertagen insgesamt 7 Partien im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 55 Minuten und einem Inkrement von 5 Sekunden pro Zug.
Unser Team spielte in der Aufstellung Myron, Gregor, Jovan und Joachim, genau wie beim Titelgewinn auf Bezirksebene im Februar. Damit stellten wir eine der jüngsten Mannschaften des Turniers.
Tag 1
Das Los bescherte uns im Auftaktspiel sofort den Topfavoriten, SZ Bemerode 1. Joachim spielte sein erstes Turnier und musste ebenso wie Jovan schnell die gegnerische Stärke anerkennen. Gregor und Myron kämpften zwar bis in die Mittagspause hinein, aber vergebens. 0:4
Runde 2 führte uns gegen Kaponier Vechta. Für Joachim gab es eine erneute Niederlage. Auch Gregor musste nach einem vermeidbaren Figurenverlust die Waffen strecken. Jovan nahm seinem Gegner einen Bauern nach dem anderen und kam so zu seinem ersten, ungefährdeten Sieg. An Brett 1 nutzte Myron die Bedenkzeit voll aus und zwang seinen Gegner nach großem Kampf zur Aufgabe. 2:2




Runde 3 verlief aus unserer Sicht gegen ESV Göttingen tragisch. Jovan musste nach einer falsch berechneten Kombination die Partie aufgeben. Das dritte schwere und lange Spiel in Folge ließ bei Myron die Konzentrationsfähigkeit ein wenig sinken, so dass ein Figurenverlust das vorzeitige Ende bedeutete. Nach starkem Spiel konnte Gregor seinen Gegner sehr schön mattsetzen. Joachim stand mit einem Mehrbauern und einem Springer und Turm gegen einen Turm klar auf Gewinn. Leider willigte er per Zugwiederholung in ein Remis ein. Schade! 1½:2½
Die letzte Runde des Tages gegen Spelle war auch unsere schnellste. Ganz schnell kam Joachim aus dem Turniersaal, hatte er doch in klar besserer Stellung ein einzügiges Matt übersehen. Besser machten es seine drei Mitstreiter, die zu ungefährdeten Erfolgen kamen. 3:1
Am Ende vom ersten Turniertag konnten wir uns also über drei Punkte freuen.
Tag 2
Heute standen noch drei Partien auf dem Programm. Wir sahen den Begegnungen mit dem SC Aurich doch etwas besorgt entgegen. Die Sorge war allerdings unbegründet, denn Jovan gelang bereits nach 20 Minuten Spielzeit ein schnelles Matt. Kurz danach hatte allerdings Gregor seine Partie wegen eines eingestellten Turmes verloren. Joachim bügelte dieses Missgeschick durch ein klassisches Matt mit Dame und Turm wieder aus. Einzig Myron spielte noch mit einem Turm, Springer und vier Bauern gegen Turm und 5 Bauern. Er bot nach mehreren vergeblichen Versuchen die Türme zu tauschen Remis. Der Gegner nahm an und so war der Sieg perfekt. 2½:1½


In der Vorschlussrunde ging es gegen HSK Lister Turm. Gregor erwischte es diesmal sehr schnell. Er verlor leider sehr nach kurzem Spiel. Auch Joachim hatte nicht viel zu bestellen und erkannte die Überlegenheit seines Gegners an. Jovan spielte eine sehr schöne Partie (siehe unten). Myron fand zu seiner alten Kampfkraft zurück und beendete seine Partie siegreich. Das war die vorletzte Partie dieser Runde. 2:2
In Runde 7 gegen SZ Bemerode 2 verloren unsere Spieler an den Brettern 1 bis 3 nach kurzem Spiel. Einzig Joachim kam zu unserem Ehrenpunkt 1:3
Am Ende hatten wir 6 Mannschaftspunkte und 12,5 Brettpunkte erspielt. Damit bestätigten wir unseren Setzplatz 6 auch im Endergebnis. Bemerode konnte den Titel mit nur zwei abgegebenen Brettpunkten ungefährdet verteidigen.
| Rg. | Mannschaft | + | = | – | MP | BP |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SZ Bemerode 1 | 7 | 0 | 0 | 14 | 26 |
| 2 | ESV Göttingen | 6 | 0 | 1 | 12 | 17,5 |
| 3 | SZ Bemerode 2 | 4 | 1 | 2 | 9 | 15,5 |
| 4 | HSK Lister Turm | 3 | 2 | 2 | 8 | 17,5 |
| 5 | SV Kaponier Vechta | 3 | 2 | 2 | 8 | 16,5 |
| 6 | SK Meppen | 2 | 2 | 3 | 6 | 12 |
| 7 | SK Lehrte | 2 | 1 | 4 | 5 | 12 |
| 8 | SC Aurich | 2 | 0 | 5 | 4 | 9,5 |
| 9 | SC Papenburg | 2 | 0 | 5 | 4 | 8,5 |
| 10 | SF Spelle | 0 | 0 | 7 | 0 | 5 |
Unser Jüngster, Jovan, war auch mit 4 Punkten unser erfolgreichster Spieler. Myron erreichte 3½, Joachim 2½ und Gregor 2 Punkte.
Obwohl die Pokale an andere gingen, waren wir doch zufrieden mit unserem Abschneiden und den erhaltenen Medaillen. Insgesamt gesehen waren es zwei sehr anstrengende Tage, aber es hat Spaß gemacht. Nächstes Jahr könnte es gerne besser werden, bis auf Gregor dürfen dann sogar alle nochmal U10 spielen.



