Gestern fand die alljährliche Kreiseinzelmeisterschaft im Haus des Sports in Sögel statt. Wir waren in der U10 mit fünf Spielern, in der U16 mit sieben Spielern und bei den Erwachsenen mit drei Spielern vertreten. Das Turnier wurde wie immer vom Fachverband Schach im Kreissportbund hervorragend organisiert und wir konnten dieses Jahr sogar 4 Pokale mit nach Hause in die Kreisstadt nehmen.
U10 (Tabelle)
In der U10 nahmen Jovan, Paul, Joachim, Gregor und Myron teil. Myron war als Erstgesetzter hier der Topfavorit.
In dieser Altersklasse gingen wir mit Myron, Gregor, Jovan, Joachim und Paul an den Start. Dabei hofften wir durchaus berechtigt den einen oder anderen Pokal mit nach Hause nehmen zu können. Insgesamt 10 Kinder spielten ein Rundenturnier um den Titel.
Bis auf die Niederlagen von Gregor und Joachim verlief der Auftakt viel versprechend.
In Runde 2 erlebte Myron mit der Niederlage gegen Gregor die erste unangenehme Überraschung. Gregor blieb bis zur 8. Runde siegreich. Myron steckte die Niederlage gut weg und blieb bis zur 7. Runde ungeschlagen. Hier verlor er völlig unerwartet durch einen schweren Fehler einen Turm und damit die eigentlich gewonnene Partie. Am Ende blieb ihm nur der undankbare 4. Platz. Jovan drehte nach drei Niederlagen in Folge ab der 5. Runde mächtig auf und gewann alles. Rang 5.






Gregor sah in der letzten Partie nach einem Bauern- und Qualitätsgewinn wie der sichere Sieger aus. Doch leider verpasste er einen Figurengewinn und stellte stattdessen seine Dame ein. Dadurch verlor er völlig die Fassung und verpasste den Titelgewinn, der selbst bei einem Remis noch möglich war. Es blieb der Trost mit einem Pokal für Platz 3.
Joachim beendete das Turnier mit 3½ Punkten auf Rang 7, während Paul bei seiner ersten Teilnahme mit guten, aber leider nicht gewonnenen Spielen mit einem Punkt 9. wurde.
U16 (Tabelle)
Von den 16 Startern stellten wir mit 7 Teilnehmern die größte Gruppe. Felix, Luka, Marko, David, Nico, Eric und Till gingen hochmotiviert ans Werk. Gespielt wurden 7 Runden mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten und einem Aufschlag von 5s pro Zug, wie in den anderen Altersklassen auch.
Vereinsinterne Duelle waren daher unvermeidbar. Gleich in der ersten Runde gab es drei davon. Dabei setzten sich die Favoriten jeweils durch. Nach Sichtung des Teilnehmerfeldes keimte bei einigen von uns die Hoffnung auf, hier etwas mitnehmen zu können.


Felix gab in Runde 4 mit einem Remis erstmalig einen halben Punkt ab. Ihm gelang an diesem Tag einfach alles. Er gewann den Rest, blieb ungeschlagen und konnte verdient mit 6½ Punkten den Pokal und den Kreismeistertitel gewinnen. Herzlichen Glückwunsch!
Für eine Riesenüberraschung sorgte Luka. Er erkämpfte sich ebenso wie David 4½ Punkte. Aufgrund der besseren Zweitwertung schaffte er den Pokalplatz 3, während David unglücklicher 4. wurde.
Marko landete mit 3½ Punkten auf Rang 9, Eric wurde 11., Nico 13. und Till mit 2 Punkten 14.
Erwachsene (Tabelle)
Bei den Erwachsenen war das Feld sehr stark. Für uns traten Marius, Reinhard und Mykyta an. Diese Gruppe wurde erstmalig auch Rapid-Elo gewertet. Mykyta spielte als einer der jüngsten im Feld kein besonders gutes Turnier und landete mit 3 Punkten auf Platz 11 und wird wahrscheinlich 22 Rapid-Elo verlieren. Reinhard erreichte 2½ Punkte und bekommt leider vorerst keine Rapid-Elo, weil er zu wenige Gegner mit einer Elo hatte.




Da Marius schon mehrfach in den letzten Jahren zweiter und dritter wurde, war sein Ziel trotz Setzlistenplatz 6 (wegen schlechter Rapid-Elo) für ihn nichts anderes als der Turniersieg. Leider ging bereits in Runde 2 die entscheidende Partie gegen den späteren Turniersieger (mit 7/7) wegen dieses total naiven Einschlagversuchs im 6. Zug verloren:
Durch zähes Verteidigen in zwei klar schlechteren Stellungen und etwas Glück lief es danach aber gut. Es reichte mit 6/7 Punkte für einen starken zweiten Platz und ein ordentliches Rapid-Elo Plus von 46 Punkten (leider immernoch gut 70 Punkte unter der Standard-Elo).


Vielen Dank an Turnierorganisator Stefan Kewe, an alle Eltern, die gefahren sind und an Klaus Peter Schillings für einige der Fotos.

